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3.665 Kilometer / Ende 12. Tag

August 29th, 2010 · veröffentlicht von: Rolf A.O. Schneider · 1 Kommentar

Wir sind alle wohlbehalten in  Astrachan angekommen. Günther Degner (Nummer 2) kam etwas verspätet. 60 km vor der Stadt hat sein Fahrzeug gestreikt. Die Dichtung von der Getriebeölwanne musste gewechselt werden, um einen großen Getriebeschaden zu vermeiden. Jürgen hat alles behoben. Wir sind übermorgen wieder startklar. Helmut (Nummer 6) hat seit 2 Tagen Magenprobleme. Dem hat sich Marvin und ich heute angeschlossen. Bekommen wir aber auch in den Griff.
Heute morgen sind wir alle vom Hotel in Wolgograd (Stalingrad) gestartet, aber in der Stadt stecken geblieben. Alle zusammen sind wir auf der Buslinie gefahren. Das ist strafbar – für alle. Nach langen Verhandlungen hat das pauschal richtig viel Geld gekostet, umgerechnet € 200.–. Unser nationale Führer hat gesagt, damit ist sein ganzer Verdienst für unsere Begleitung für ihn  draufgegangen (er hat’s aber verbockt). Wir sind dann immer wieder an Polizei- und Militärkontrollen vorbeigekommen. Ich war immer mit dabei – komisch. Der Opel ist eben doch cool. Die Prozedur läuft wie folgt ab: internationaler Führerschein abgeben, dann wird verlangt “Protokoll”. Da antwortet man ”no Protokoll”, das wird als Frage wiederholt: “no Protokoll?”, “no Protokoll”. Dann hab ich zwei Zigarren geholt (danke Lutz, dass Du uns damit so gut versorgt hast), mein altes verschwitztes T-Shirt vom Tag davor (passt ihm eh nicht) und eine Tasche von einer der letzten Oldtimer-Veranstaltungen. Die haben sich so was von gefreut, da hab ich dann noch 4 Äpfel mitbekommen. Es wurden einige von uns angehalten. Geld zwischen 20.– € oder Landeswährung je nach Verhandlung bezahlt. Die sitzen bestimmt heute Abend zusammen, bei dicken Zigarren, haben cash-Geld und lassen den Sonntag ausklingen.
Wir sind durch die Ausläufer der Kalmykensteppe gefahren, die südwestlich von Wolgograd verläuft. Die ersten Kamele und endlos Steppe. Zeitweise hat uns die Wolga begleitet. Wir haben ein geniales Picknick direkt am Flussufer gemacht. Ich war dann auch bei den 5 nackt Badenden dabei. Wer kann das schon von sich behaupten, nackt in der Wolga gebadet zu haben. Dort sind auch jede Menge alter, verrosteter Eisenbehälter aufgestellt. Damit wurde im 2. Weltkrieg Kleidung und Essen für die deutsche Wehrmacht abgeworfen. Das erfüllt heute einen besseren Zweck: darin werden Fische geräuchert.
Das Hotel haben wir nur mit Taxi gefunden, einschließlich Stadtrundfahrt. Da waren wir nicht scharf ‘drauf. Wir sind alle müde.
Morgen startet um 8.30 Uhr die Fahrt auf der Wolga.
Rais beim Picnic
Unser Rallyeleiter Rais ist heute 40. Jahre alt worden. ALLES GUTE.
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Tags: 4. Russland

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Jutta Bauer // Aug 31, 2010 at 18:44

    Hallo Günther,
    toll, dass dein Wagen wieder flott ist. Wir denken morgen an dich, wenn wir bei Kowalke sind. Weiterhin gute Fahrt, herzliche Grüße
    Jutta

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